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Unsere Reise in die Antarktis

Die Kids des Radijojo-Sommercamps erleben eine fantastische Videokonferenz mit Polarforschern im ewigen Eis der Antarktis

Auf allen Kontinenten waren unsere Radijojo-Camp-Teilnehmer in all den Jahren schon per Videokonferenz unterwegs und haben dabei viele neue und interessante Eindrücke aus den verschiedensten Ländern und Kulturen gewonnen. Aber eine Videokonferenz in die Antarktis zu einer Forschungsstation ist dann auch für unsere Radijojo-Reporter noch mal etwas ganz Besonderes. Denn kaum ein Kind in Europa kann sich vorstellen, wie denn ein Leben, so völlig isoliert von der Außenwelt, bei solch niedrigen Temperaturen überhaupt möglich ist.

[Bild 3] Die Radijojo-Reporter Nathalia und Lucas begrüßen die deutschen Forscher in der Station Neumayer III. Die Leiterin der Station heißt Barbara und ist gleichzeitig die Ärztin, neben ihr sitzen der Elektroniker René und der Elektriker Boris. Sie sind in warme Pullover gehüllt, während die Radiojojo-Kids in brüllender Hitze vor dem Ventilator sitzen und schwitzen.

Nathalia stellt die erste Frage: „Wie haltet ihr Kontakt zu euren Familien?“ „Wir telefonieren und senden E-Mails“, sagt Boris.

Dann will Nathalia (12) erfahren, was die Wissenschaftler auf Neumayer III genau erforschen. „Wir messen die Temperatur, die Dicke der Eisschicht, die Sonnenstrahlen, die seismologischen Schwingungen, die Ozonwerte und die Schadstoffe und Schmutzpartikel in der Luft“, erzählt René. „Und wir untersuchen, wie der menschliche Körper auf die 9 Monate lange Isolation in Kälte und Dunkelheit reagiert“, fügt Barbara hinzu, „die 9 Forscher auf Neumayer III können monatelang nicht weg von hier, es kommt auch kein Schiff. Manchmal sehen wir Robben und Vögel, die Wale hören wir nur mit Hilfe unserer Unterwassermikrofone.“ „Echte Haustiere sind nicht erlaubt“, sagt Boris und hält den Teddybär „Björn“ in die Kamera, das Stofftier der Station.

Lucas (13) fragt die Wissenschaftler, warum sie in die Antarktis gegangen sind. René sagt:“Ich habe als Meeresforscher gearbeitet und mich schon immer für das Eis interessiert.“ „Es gibt hier Chemiker, Geophysiker, Meteorologen“, berichtet Barbara, „einige kommen direkt von der Uni. Ich habe Medizin studiert und lange im Krankenhaus gearbeitet, dann habe ich mich für die Antarktis beworben.“

Die Radijojo-Praktikantin Tamar möchte wissen: „Wie zieht ihr euch an, wenn ihr an die frische Luft geht?“ „Wir ziehen uns an wie eine Zwiebel“, antwortet Barbara, „2 Paar dicke Socken, mehrere lange Unterhosen, Fleecehosen, eine dicke Daunenjacke, darüber einen großen Skianzug, große warme Stiefel“, die nächsten Kleidungsstücke hält sie in die Kamera und zieht sie für uns an, „eine Maske fürs Gesicht, einen Schal, eine Mütze, eine Skibrille, eine Kapuze und auf dem Kopf befestigen wir noch eine Lampe wegen der Dunkelheit.“

Rozerin (12) fragt, wie der normale Tagesablauf auf der Station aussieht. „Um 8:30 Uhr gibt es Frühstück“, antwortet Boris, „dann checken wir die Rechner, überprüfen die Messwerte und schauen, dass alle Instrumente gut funktionieren.“ „Um 12:30 Uhr gibt es Mittagessen und um 18:00 Uhr das Abendessen“, fügt René hinzu, „unser Koch Michael bereitet für uns das beste Essen wie in einem Hotel. Nur frisches Gemüse und frisches Obst vermissen wir sehr.“ „Es ist wie in einer Wohngemeinschaft“, erzählt Barbara, „abends lesen wir oder spielen Gesellschaftsspiele.“

Die jungen Reporter stellen viele Fragen: Habt ihr Kontakt zu anderen Stationen? Was macht ihr mit eurem Müll? Was können wir gegen den Klimawandel tun? Habt ihr eine Botschaft an die Kinder in der Welt?

Die Radijojo-Kinder sind sich einig, das war eine tolle Videokonferenz. Sie wissen jetzt, dass die deutschen Forscher monatelang in völliger Einsamkeit, in unbeschreiblicher Kälte und anhaltender Dunkelheit für eine bessere Umwelt im Einsatz sind. Voller Bewunderung winken sie den deutschen Forschern zu, verneigen sich in Ehrfurcht vor so viel Enthusiasmus und bedanken sich bei den Wissenschaftlern auf der Station Neumayer III für ihren wertvollen Einsatz zur Rettung unserer schönen Erde.

Mehr über die Arbeit der Polarforscher findet ihr auf dem Blog der Überwinterer!

[Bild 23 - © Ude Cieluch / Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung] Die Forschungsstation Neumayer III

Als erste Forschungsstation in der Antarktis ist die Neumayer-Station III ein kombiniertes Gebäude für Forschung, Betrieb und Wohnen auf einer Plattform oberhalb der Schneeoberfläche, verbunden mit einer in den Schnee gebauten Garage. Auf der Plattform sind innerhalb einer Schutzhülle insgesamt 100 Container mit Wohnräumen, Küche, Messe und Hospital sowie verschiedene Labore, Funkraum, Sanitärräume, eine Energiezentrale und eine Schneeschmelze untergebracht. Die Garage unterhalb der Station beherbergt Werkstätten, Vorrats-, Abfall- und Tankcontainer und bietet Stellplätze für die Pistenbullys und Motorschlitten. Die Schelfeiskante, an der die Versorgungsschiffe anlegen, liegt rund 16 Kilometer entfernt.

Vielen Dank an Dr. Barbara Fiedel, Boris Christian, René Pascal Fontes und an das gesamte Team der deutschen Polarforschungsstation Neumayer III für diese fantastische Videokonferenz.

 

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