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Global Green Kids28.08.2014


Unterwegs & Reise Videokonferenz Deutschland

Das Abenteuer Yellowstone

Radijojo-Kids entdecken den ersten und größten Nationalpark der Welt

Viele der heute bei Radijojo versammelten Kinder haben noch nie an einer Videokonferenz teilgenommen und sind daher um so gespannter auf das bevorstehende Interview mit einem Ranger, der für den Yellowstone Nationalpark in den USA arbeitet. Während der Vorbereitung erfahren wir von Peter, dass der Nationalpark im Jahre 1872 gegründet wurde, er ist somit der älteste Nationalpark der Welt und besitzt eine artenreiche Tierwelt: Wölfe, Wapitis, Elche, Grizzlys, Schwarzbären und sogar Bisons haben sich dort angesiedelt und stehen unter Naturschutz.

Geklärt wurde auch die Frage, was denn überhaupt ein Nationalpark ist: Ein Nationalpark ist ein weitläufiges Schutzgebiet, welcher der ursprünglichen Erhaltung der Flora und Fauna dient. Wichtig in diesem Zusammenhang ist natürlich auch zu wissen, was einen Ranger ausmacht, der in solch einem Nationalpark arbeitet: Ranger heißt übersetzt „Hüter eines Landschaftsraumes“ und leitet sich von dem englischen Wort „range“ für „Gebiet, Bereich“ ab. Ein Ranger ist also dafür zuständig, dass ein Landschaftsraum oder Nationalpark geschützt wird.

Okay... das wäre nun geklärt! Kommen wir jetzt zu dem interessanten Teil, was denn das Besondere an dem Yellowstone Nationalpark ist. Einerseits liegt der Yellowstone auf einer Hochebene, der tiefste Punkt liegt auf 1600 Metern, der höchste Punkt auf circa 3460 Metern – den Eagle Peak. Unter dieser Hochebene befindet sich ein immer noch aktiver Vulkan. Der letzte Ausbruch ist circa 650 000 Jahre her. Andererseits ist der Yellowstone bekannt für die artenreiche Tierwelt. Daneben finden sich unzählige Wasserfälle, Seen, Geysire, grüne Wiesen und Wälder.

 

Es werden noch einige Fragen geklärt, die die Kinder stellen möchten und schon ist es soweit: der Yellowstone Nationalpark ruft hier in Berlin an! Noch wissen wir nicht, mit wem wir die Videokonferenz führen werden, jetzt meldet sich eine freundliche Stimme. Sie begrüßt uns sehr herzlich und stellt sich mit ihrem Namen vor, Trudy, und beginnt auch gleich mit der Vorstellung des Yellowstone Nationalparks.

Als erstes zeigt sie uns ein Emblem und fragt die Radijojo-Kids, was sie darauf erkennen. Alle Kinder antworten durcheinander: einen schneebedeckten Berg, einen See, einen Baum, einen Bison. Unsere Moderation Laura übersetzt die Antworten. „Alles richtig!“ antwortet Trudy und fügt hinzu, dass das Emblem wie eine Spitze eines Pfeils geformt ist und alle Ranger dieses Emblem tragen. Trudy erzählt weiter, dass es einen Geysir im Nationalpark gibt, der regelmäßig eine Fontäne in den Himmel sprüht und weswegen die Gegend überhaupt zu einem Nationalpark ausgerufen wurde. Anschließend zeigt sie ein Foto von einem Hot Spring, einer heißen Quelle, in die Kamera. Sie erzählt dazu, dass dieser so groß wie ein Footballfeld und bis zu 200 Grad heiß ist.

Nun zeigt sie ein Foto von einem Moose in die Kamera. Keiner von uns weiß, was ein Moose überhaupt ist, und so wird schnell das Internet gefragt: ein Moose ist ein amerikanischer Elch, der einem skandinavischen Elch sehr ähnlich sieht. Weitere Tiere sind der Schwarzbär, der Grizzly sowie das Bison. Drei Arten von Hunden leben ebenso im Nationalpark: der Fuchs, der Kojote sowie der Wolf. Heute stehen alle Tiere unter Naturschutz.

 

 

Nun dürfen die Radijojo-Kids ihre Fragen stellen und alle Arme gehen auch gleich in die Luft. Die erste Frage an Trudy lautet, warum sie diesen Beruf gewählt hat. Sie berichtet, dass sie zu diesem Beruf über eine gute Freundin kam, die ihr von dieser Arbeit erzählte und so machte sie für eine Saison ein Praktikum im Yellowstone Nationalpark und es hat ihr so gut gefallen, dass sie gleich dort geblieben ist. Seit 1998 ist sie nun Education Ranger, was in diesem Zusammenhang soviel bedeutet wie Aufklärungsranger, denn sie arbeitet hauptsächlich mit Schulklassen und Gruppen Jugendlicher zusammen und erzählt über die Gegebenheiten des Yellowstone. Diese Arbeit mit Menschen und Jugendlichen macht ihr einfach Spaß. Hier können Tiere und Pflanzen beobachtet werden. Die Jugendlichen lernen so viel über die Natur.

Die Kinder sind auch daran interessiert, welche Werkzeuge sie mit sich herum trägt. Trudy erklärt, dass sie auf ihren Wanderungen durch den Park unbedingt ein GPS-Gerät braucht, um sich zu orientieren, da der Park dann doch recht groß ist. Zusätzlich hat sie immer eine Kamera und ein Bärenspray dabei, welches sie zur Verteidigung nutzt, wenn es einmal so weit kommen sollte, dass Bären angreifen, was bisher noch nicht vorkam. Die Bären sind relativ ruhig und nicht angriffslustig; sie lassen die Menschen in der Regel in Ruhe, solange man sie nicht stört. Manche Ranger tragen allerdings auch Waffen wie die Research Ranger.

Ein Kind möchte ihre Lieblingsfarbe und ihr Lieblingstier wissen und Trudy teilt uns mit, dass ihre Lieblingsfarbe grün ist – so wie die Natur – und ihr Lieblingstier der Wiesel ist, da diese Tiere im Sommer ein braunes Fell annehmen, im Winter allerdings ein weißes, um sich im Schnee tarnen zu können. Weiter fragt eine Radijojo-Reporterin, ob sie denn schon einmal in eine gefährliche Situation geraten ist. Trudy erzählt uns die Geschichte, dass sie einmal auf dem Fahrrad fuhr und plötzlich ein Bison ihr hinterhergerannt kam. Da musste sie etwas stärker in die Pedale treten, um dem Bison zu entkommen - das war ganz schön unheimlich.

 

Wir erfahren weiter, wie bei Wilderei vorgegangen wird. Trudy antwortet, dass es anfangs, also um 1900, schon schwierig war mit den Wilderern und einige Tierarten fast ausgestorben waren, wie zum Beispiel die Bisons, die nur noch einen Bestand von 24 Tieren zählten. Demnach wurde ein Gesetz erlassen, das die Tiere unter Naturschutz stellt und seitdem hat die Wilderei abgenommen und sich der Bestand erholt. Heutzutage gibt es Wilderei nicht sehr oft – circa alle 3 bis 4 Jahre. Doch eines hat sich nicht geändert: Früher wie heute werden die Wilderer belangt; sie gehen entweder ins Gefängnis oder müssen hohe Strafen zahlen.

Ein Kind möchte wissen, wie viele Ranger denn überhaupt in so einem großen Nationalpark arbeiten? Trudy erzählt, dass im Sommer etwa 800 Mitarbeiter und im Winter nur 300 Mitarbeiter im Yellowstone arbeiten, da im Sommer einfach das Besucheraufkommen viel höher ist. Die Temperaturen steigen im Sommer bis auf 33 Grad, im Winter hingegen können sie auf minus 25 Grad fallen. Das ist dann wohl der Hauptgrund, warum im Sommer mehr Besucher kommen.

So eine interessante Videokonferenz geht meistens viel zu schnell vorbei und somit ist es Zeit, die letzte Frage zu stellen. Ein Kind fragt aufgeregt, ob denn schon einmal bekannte Persönlichkeiten den Park besucht haben, wie zum Beispiel Barack Obama? „Ja!“ antwortet Trudy, „der war tatsächlich schon hier und auch königliche Familien, Schauspieler sowie Regierungschefs.“

Wir verabschieden uns von Trudy und danken ihr sehr für das ausführliche und faszinierende Gespräch.

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